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Institut für Technische Informatik |
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Diplomarbeit |
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Erzeugung pseudoerschöpfender Testmuster für große Schaltnetze
Pseudo-Exhaustive Test Pattern Generation for Big Circuits
Um die Zuverlässigkeit von Schaltnetzen zu ermöglichen, müssen diese
entsprechend getestet werden. Das Problem dabei ist, dass Schaltnetze
immer größer werden. Mit der Zunahme von Eingängen der Schaltung nimmt
auch die Anzahl und die Größe der Testmuster zu.
Die Schaltungen werden aber nicht nur größer, sie werde auch immer
schneller, d.h. die Kegellänge nimmt ab. Als Kegel wird der Teil der
Schaltung bezeichnet, der alle Eingänge enthält, die für den jeweiligen
Ausgang relevant sind. Im Normalfall gibt es sehr viele relativ kleine
Kegel, die von gleicher Größe sind. Daraus entsteht der Vorteil, dass
man diese dann pseudoerschöpfend aufzählen kann.
Durch das Anwenden des pseudoerschöpfenden Testens auf die Schaltungen
soll ermöglicht werden, dass man alle kombinatorischen Fehlfunktionen in
einem Kegel erreicht.
Ziel dieser Arbeit ist, dafür ein Algorithmus zu entwickeln, durch
welchen in Abhängigkeit von der maximalen Kegelgröße und dem maximalen
Grad für das Mustergeneratorpolynom möglichst viele Kegel erschöpfend
getestet werden können. Erwartungsgemäß gibt es auch sehr große Kegel,
für die man keine vollständige Fehlererfassung erreichen kann. Für die
übrig bleibenden Fehler sollten dann Muster mit einer minimierten Anzahl
an spezifizierten Bits erzeugt werden.
Im Einzelnen umfasst diese Arbeit folgende Schritte:
- Die Einarbeitung in das Thema.
- Die Untersuchung von Schaltungen hinsichtlich ihrer Kegelgrößen.
- Das Finden eines Generatorpolynoms zur Aufzählung eines Kegels,
sowie das Finden einer äquivalenten Menge mehrerer Generatorpolynome mit
kleinerem Grad. Hierbei soll eine Überdeckung durch eine optimierte
Polynomzahl erreicht werden (wenige Polynome mit hoher Überdeckung).
- Die Entwicklung und Implementierung des Algorithmus in
Abhängigkeit von den unter 2. und 3. festgelegten Maximalgrößen, sowie
die Evaluation der entwickelten Lösung mittels Fehlersimulation.
- Den Vergleich der Fehlererfassung aus 4. mit der eines LFSRs höheren
Grades bei gleicher Musteranzahl.
- Die Generierung von deterministischen Mustern mit einer minimierten
Anzahl spezifizierter Bits für vom implementierten Verfahren nicht
überdeckte Fehler mittels eines konventionellen Mustergenerators
(ATPG).
- Optional:
Falls unter 6. ebenfalls keine vollständige Fehlererfassung
erreicht wurde, sollen Muster mit maximal 2n spezifizierten Bits (n =
Grad des Generatorpolynoms) gefunden und als Startwert/Polynom-Paar
kodiert werden, die bisher nicht erfasste Fehler überdecken. Diese
Muster können bei entsprechender Wahl des Startwerts (n Bit) und des
Polynoms (n Bit) mittels eines linear rückgekoppelten Schieberegisters
erzeugt werden.
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